Donnerstag, 7. Dezember 2017

Henri Maske





Es ist sehr verwirrend! "Nimm die Maske ab Henri" weil man nicht weiß was sich dahinter abspielt in deiner stoischen Fresse!

Und ich wieder einmal "Scheiß drauf". Ich setzt mir noch eine auf!

Wie es dazu kam will ich euch erzählen.

Heute 6:50 nach schweren Kreuzheben und Nackenpressen. Ich lugte 
in meinen Trainingsplan und was stand da als W.O.D.

15 Minuten SoVieleRundenWieMöglich AMRAP/SVRWM

  •  15x Beinklappen /T2B (strict)
  •  15x Medizinball Schüsse zur Wand (12kg) 
Gut so. Nach der ersten Runde im nichtbeheizten Stadl/Barn/Scheune


bei -5 Grad Celsius wünschte ich mir mein Halstuch herbei dass sich zwischenzeitlich bei mir zu Haus am warmen Ofen entspannte.

Außer meinem für Handtuchklimmzüge zweckentfremdeten Handtuch kein Fetztn/Tuch für die Fressn/Mund. 
Nur die gute immer ungern verwendete Trainingsmaske.

Also tat ich was ich tun musste rauf damit und durch. 

Und was jetzt kam Hallelujah.

Jetzt wusste ich wieder warum das Drecksding einfach nur so verwaist herumhängt!

Weil den Scheiß ja kein normaler Mensch aushalten mag!

Furchtbare panische Sauerstoffschuld (selbst verstärkt u. verschuldet)

Ich werde morgen Früh auf keinen Fall mein Halstuch vergessen. Das Leben ist mit einer Maske schon heftig genug.

Henri Gymnaski

     

Mittwoch, 6. Dezember 2017

King of the hill

Für die Furchtlosen

Am Fuße des Schöpfels sind wir gesegnet mit Hügeln und steilen Hängen, wobei ich gleich einmal beim Thema wäre.


Hügelsprints 

Viel zu lange habe ich mich davor gedrückt weil ich mich den Schmerzen nicht aussetzen wollte. So wie kalt duschen. Dinge die eine schmerzhafte Veränderung ins Leben bringen. Doch es ist lohnend und voller neuer Chancen und Perspektiven sich in ein unbequemes Abenteuer zu stürzen. Die Veränderung die du damit einleitest hat weittragende Auswirkungen auf alle Bereiche deines Lebens.
Kaum etwas in deinem Alltag wird dir schwer fallen, wenn du regelmäßig einen Hügel hinauf sprintest soviel ist sicher.

Ob dass Spaß macht? Anfangs wahrscheinlich wenig, aber wenn du den Focus auf den Nutzten richtest und du hart an deinem Willen arbeiten willst, führt es zwangsläufig zum Sieg. Und ich meine damit den Sieg über deine auf dich negativ wirkenden Gewohnheiten.

Wenn ich 7:00 Uhr morgens nach einer Krafttrainigs-Einheit an den schneebedeckten Hügel zum Sprinttrainig antrete, überkommt mich dieses beklemmende Gefühl, ein leichter Anflug von Übelkeit, weil ich weiß dieser Hügel bedeutet Schmerzen.

Ich habe meine Sprintstrecke eine ehemalige Schilifttrasse "Hamburger Hill" benannt, weil man einmal oben angekommen denkt man hat Fleischlaberl (Hackfleisch) in der Hose. 
Wenn dann Batteriesäure anstatt Blut durch die Venen pumpt, egal wie schnell und wie tief ich atme, nicht genug Sauerstoff in meine Lungen rein will...

... und plötzlich, die Sonne bricht hinter den Wolken durch und läßt die Bäume in gleissenden Farben erstrahlen. Zwei Raben 10 Meter neben mir auf einer Birke unterhalten sich heiser. Dieser Moment der gehört nur mir, den hab ich mir selbst erschaffen, verdient, erarbeitet mit Blut, Schweiß und Tränen.

Ich werde belohnt für meinen Einsatz. Mit Lungen, Beinen und den Stoffwechsel eines Rennpferdes. Mit Augenblicken die man sich nicht kaufen kann. Liebe wird aus Mut gemacht und ich liebe es. Ich liebe es früh aufzustehen, wenn die Welt noch warm in ihren Betten liegt. Raus in die Kälte in die dunkle Morgenstunde. Raus aus der Komfortzone, die mich weich macht und schwächt, die mir die Erfahrung nimmt über mich selbst zu triumphieren, die Komfortzone die den wahren Menschen in mir mit seinem Drang nach Bewegung und Abenteuer abstumpft und verschüttet. 

Ich bin zufrieden mit den einfachen Dingen im Leben die nicht leicht zu erreichen sind. Weil sie mich dazu zwingen etwas aufzugeben. Verzicht und Verlangen. Schmerz und Erlösung.

Ich bin der sprintende, tanzende Abschaum der Welt

Henri Gymnaski