Samstag, 21. Dezember 2013

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Es ist mir ein Anliegen ein wenig über Gold zu palavern. Gerade zur Weihnachtszeit wird gerne Goldschmuck als Beweis der Liebe geschenkt. Doch sollte man sich, (wie über jedes Konsumgut) Gedanken machen wo kommt das Gold her, und was für ein Rattenschwanz an Leid und Zerstörung wohlmöglich hinterher gezogen wird. Sieh dir mal deinen goldenen Ehering an, die kleinen Ohrstecker, das goldene Kettchen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dafür Menschen ermordet wurden.

Etwa 166.000 Tonnen Gold haben die Menschen seit Anbeginn der Zeit aus dem Boden geholt. Zehn Prozent davon sind wieder verloren gegangen. Der Rest davon war einmal Münze, mal Barren, mal Schmuck, weil sich das Edelmetall wieder und wieder recyclen lässt. Daher ist es möglich, das ein Ehering auch Zahngold der in Konzentrationslagern ermordeten Juden enthält. Es könnte sich auch um Gold der Azteken, Inkas, oder Mayas handeln, das ihnen von den spanischen Konquistadoren gestohlen und nach Europa gebracht wurde. Doch Blut klebt nicht nur am Gold der düsteren Zeit des Dritten Reiches, aus dem Mittelalter oder dem alten Ägypten.

Den Tod bringt das Edelmetall bis heute auch im Kongo, wo Milizen mit dem Erlös aus dem Goldhandel und -schmuggel ihre Kriege finanzieren. Weil die Probleme dort überhand nahmen und große Juweliere wie Tiffany in den USA Ärger mit kritischen Verbrauchern bekamen, haben sich inzwischen 450 Firmen zum "Responsible Jewellery Council" zusammengeschlossen. Es soll dafür sorgen, dass kein Gold aus solchen Konfliktgebieten auf den Markt kommt, kann aber kaum verhindern, dass sich die Minenarbeiter zu Tode schuften müssen, selbst kleine Kinder.

 Kinderarbeiter (Foto:@Inernational Labour Organization/Gianotti E.)




"Rettet den Regenwald" berichtet, dass allein in Peru über 50.000 Kinder in Goldminen arbeiten. Viele seien gerade mal 6 Jahre alt. "Die giftigen Dämpfe die sie einatmen, schädigen ihre Organe bis zur geistigen Behinderung", schreibt die Organisation in ihrem Bericht Gold-Fakten über die Goldförderung und die Auswirkungen auf die Umwelt. Zudem dient das Edelmetall dazu, Drogengelder zu waschen. Denn in vielen Ländern fragt den Käufer niemand nach der Herkunkt des Geldes, besonders wenn er mehr als den Weltmarktpreis für das Gold bezahlt.

Zum menschlichen Leid kommt die Verwüstung der Umwelt durch die Jagd nach Gold. Auch die ist immens. 70% des Goldes wird im Tagbau gefördert. Das hinterlässt gewaltige Löcher. Wie groß sie wirklich sind, kann man sich besser vorstellen, wenn man weiß dass eine Tone Erz gerade mal 1-5 Gramm Gold enthält. Zudem fallen pro Tonne Erz zwei Tonnen Abraum an. 

"Sind die Goldkonzerne mit einem Gebiet fertig, gleicht es einer Mondlandschaft. Es ist auf Jahrtausende unbewohnbar und es kommt vor, dass dort wo vorher 4000 Meter hohe Berge standen, 800 Meter tiefe, mit Giftbrühe gefüllte Krater zurückbleiben"

Denn um an das Edelmetall heranzukommen, wird das Gestein in den Minen in Australien, Russland, China oder Südafrika gemahlen und dann mit Zyanid besprüht, wobei tödliche Blausäure frei wird. Für jedes Kilo Gold werden mehr als 140, teilweise sogar 1000 Kilo des hochgiftigen Stoffes benötigt. Das meiste wird zwar wieder verwendet, doch zurück bleiben Abraumhalden, giftige Stäube und Schlammseen, in denen sich die Mischung aus Zyanidresten, Schwermetallen und anderen Giftstoffen absetzt.

Immer wieder brechen die Dämme solcher Seen, wie im Jahr 2000 nahe der rumänischen Stadt Baia Mare. Mindestens 100.000 Kubikmeter mit 100 Tonnen Zyanid- genug um Millionen von Menschen zu töten- ergossen sich in Bäche und Flüsse und erreichten Wochen später das Donaudelta, vielerorts wurde das Trinkwasser vergiftet, mehr als 1400 Tonnen Fische starben!!

25% des geförderten Primärgolds stammen von Kleinschürfern, deren Zahl auf ca. 20 Millionen gestiegen ist. Alleine in der peruanischen Region Madre de Dios entstehen jedes Jahr 6000 Hektar illegale Minen. Nach getaner Arbeit lassen die Kleinschürfer unwirtliche Schlammwüsten zurück, wo vorher intakter Urwald war.  (Quelle Ökotest RICHTIG GUT LEBEN Nr.12 Dezember 2013)


Es gibt Ihn aber den fast sauberen Goldschmuck!
Bezugsquellen dafür finden sie auf www.oekotest.de










Donnerstag, 19. Dezember 2013

D.I.Y Joghurt

Geht man von einem völlig naturnahen Leben aus, dürfte Milch eigentlich nicht am Speiseplan stehen. Denn wie sollte der frei lebende Mensch (ohne Ackerbau und Viehzucht) zu Milch kommen? Milch- "Pro und Kontra" . Solltest du keine Milchunverträglichkeit haben, und es dir möglich sein vom Bauern deines Vertrauens Bio-Rohmilch zu beziehen, dann steht einem gemäßigten Gebrauch nichts im Weg. Du kannst dir zum Beispiel ganz einfach dein eigenes Bio-Joghurt kredenzen.


  1.  Gewünschte Menge Milch auf ca. 80 Grad erhitzen.    
  2. Auf ca. 30-35 Grad abkühlen lassen.
  3. Anschließend entweder 3-4 Esslöffel Bio-Joghurt pro Liter Milch, oder Joghurtkulturen einrühren.
  4. In Gläser abfüllen.
  5. An einen warmen (ca.30-40 Grad) Ort zugedeckt 8 Stunden ruhen lassen. Nicht mehr bewegen. 
  6. Ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. 
  7. Fertig ist ein herrliches Joghurt - Geniessen mit Beeren, oder zum abschmecken von Suppen und Saucen, zu Eier......





Freitag, 13. Dezember 2013

Setzt dir Ziele

Die unangenehme Vorahnung eines Nabelbruchs, wurden leider durch eine Sonographie und die darauf folgende Diagnose bestätigt. Einige Wochen ist das her und mit dieser Tatsache haben sich auch meine Ziele ein klein wenig verschoben. Ausheilung der Operationsnarben statt Maximalkraft und Muskelaufbau. Mein erstes Ziel, drei Wochen nach der OP, meine kleine Tochter wieder herumzutragen (ca.8 kg) ist erreicht. Beschränkt auf Spaziergänge, Beweglichkeitstraining und Meditation, kann ich jetzt kleine Waldläufe und Hügelsprints mit 70% Intensität angehen. Körpergewichtsübungen in einer Intensität von max. 40% kommen in Woche 5 dazu.
Und so werde ich mich langsam wieder an die alte Form heran tasten. Es ist von unbestrittener Wichtigkeit sich im Leben, im Training Ziele zu setzten. Wobei die Ziele ein paar Kriterien erfüllen sollten.
  1. Konkret, definiere so genau wie möglich, in allen Details und fühle dich so als hättest du es schon erreicht. 
  2. Erreichbar, dein Ziel sollte realistisch sein 
  3. Zeitlich begrenzt, wenn du keine "Deadline" hast wird das nichts
  4. Es muss messbar sein
  5. Du musst wissen warum du dieses Ziel erreichen willst
  6. Halte dein Ziel schriftlich fest
  • Ich möchte das Turnier gewinnen  FALSCH
  • Ich werde das Turnier gewinnen und am Podium stehen RICHTIG
Verwende kein Konjunktiv bei der Zieldefinition.

Egal ob du dein dreifaches Körpergewicht in der Kniebeuge bewältigen willst, oder einen autarken Selbstversorger-Hof aufbauen willst. Es funktioniert nach den gleichen Prinzipien.

Ein Mensch, der sich ernsthaft ein Ziel gesetzt hat, wird es auch erreichen. (Benjamin Disraeli) 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Vergessene Helden

Was würdest du zu Schnauzbart Training sagen? Wie geht das fragst du dich? Wenn du auf die stärksten Männer  dieser Erde und deren Trainings-Philosphien stehst dann ist dieser Blog http://ditillo2.blogspot.co.at eine wahre Fundgrube.

Vorsicht Suchtpotenzial! Vielleicht mutierst auch du zum schnauzbärtigen Eisenliebhaber.

Willkommen in einer Zeit ohne Supplemente und ihrer verlogenen Industrie, ohne Steroide, ohne Informationsflut. Wie übertrieben bunt und aufgeblasen erscheint die heutige Trainingswelt im Vergleich zu den drogenfreien Leistungen der Naturathleten aus der alten Zeit. 

Arthur Saxon, 1878 in Leibzig geboren, weltbekannt für den "two-hands-anyhow-lift" wobei ein Gewicht durch die sogenannte "Bent-press" über Kopf gepresst wird, dann wird ein leichteres Gewicht vom Boden aufgenommen geschultert und dann ebenfalls über Kopf gedrückt. Beide Gewichte zusammen gerechnet ergeben die Gesamtleistung. Saxon bewältigte 152 kg in der Bent-press und 50 kg heben und ausstossen. Gesamtleistung 202 kg!!  Seine Bent-press Bestleistung betrug 175,5 kg. Er selbst wog 90 kg. 

Ich würde gerne die heutigen "Steroid-Fraggels" bei diesen "Lifts" beobachten. Verkompliziere weder dein Leben, Training noch deine Ernährung unnötig. 
                          
                                       *EAT CLEAN*TRAIN HARD*TALK DIRTY*


Eine der die alte Schule noch hochleben lässt ist Brooks D. Kubik - ein Dinosaurier wie man so schön sagt. "STRAIGHT BASIC LIFTING". Da ist kein Platz für Bullsh.t. Stärker werden. Progressives Krafttraining. Körpergewichtsübungen in allen Schwierigkeitsstufen. Eines der "must have" Bücher für alle Kraftsport-Begeisterten.



Dienstag, 10. Dezember 2013

Plastik Fantastik

Dieser kleine Eintrag ins Blogbuch (Logbuch), kann dir helfen dein Leben ein wenig zu entgiften.

Sind Lebensmittel ganz oder teilweise in Plastik verpackt, nehmen wir durch ihren Verzehr Chemikalien auf, die im "Verdacht" stehen den Hormonhaushalt negativ zu beeinflussen.
BPA (Bisphenol A), TRICLOSAN und PHTHALATE sind einige davon.

Du kannst mit ein paar simplen Handgriffen den Vergiftungsgrad drastisch senken.

1. Iss und trink nichts aus Dosen.

2. Verwende keine oder nur biologisch erzeugte Kosmetika.

3. Keine Deos verwenden. Denk grundsätzlich über dein Körpergefühl nach. Es ist nicht normal wenn mann sich selbst nicht riechen kann.

4. Greif keine Rechnungen aus Thermopapier an.

5. Fahr weniger mit dem Auto. Umso neuer der Wagen, umso größer die Konzentration an entweichenden Phthalat .

6. Iss frisches Gemüse. Hol es am besten direkt vom Erzeugergarten deines Vertrauens.

7. Brillen mit Polycarbonat Gläser sind für einen höheren Vergiftungsgrad verantwortlich.

8. Keine Fertigprodukte essen. Man kann davon ausgehen, dass in Fertigprodukten zu dumping Preisen, nur die aller besten und unbedenklichsten Ingredienzien Verwendung finden. Sie nehmen auch die Verluste gerne in Kauf, nur um dir dein Leben mit einem hochwertigen und preiswerten Produkt zu vereinfachen! *lol*

9. Bewegung/Sport. Bewege dich mind. 1 Stunde täglich an der frischen Luft. Kinder, Hund? raus mit euch. Durch schwitzen scheidest du BPA und andere Toxine aus.

10. Verwende Handschuhe beim tanken.
                                                           
                                                                     Fang heute damit an.

Das obere Viertel der Bevölkerung hat mit BPA-Werten von ca. 5 Nanogramm pro Milliliter im Urin zu kämpfen.

Nach nur drei Tagen Anwendung dieser 10. Tips,  senkst du den BPA-Wert unter 1 Nanogramm pro Milliliter.

Ein interessanter Beitrag darüber aus der New York Times "Eat like a Mennonite"


   

Montag, 9. Dezember 2013

Von Mahlzeit zum Wahnsinn

In Anbetracht wie häufig und wie viel wir täglich essen, scheint es mir sehr erstaunlich, wie wenig wir darauf achten was wir essen und wo her dieses heikle Gut stammt das wir uns so sorglos in die Mäuler stopfen. Je mehr ich mich mit dem Thema Nahrungsaufnahme auseinandersetze, umso näher rückt die zwingende Erfordernis des "Bewussten Verzichts". Ich selektiere, versuche Lebensmittel aus unmittelbarer Umgebung zu erwerben, selbst zu erzeugen oder zu sammeln, die den geringst möglichen Vergiftungsgrad aufweisen.

Man macht sich keinen Begriff mit welch unwahrscheinlich verheerenden Wirkungsspektrum die Fungizide und Pestizide ausgestattet sind, die unsere "Nahrungsmittel" auf genormten Standart bringen.

Der Konsument bestimmt. Der Konsument denkt nicht. Der Konsument konsumiert. Der Konsument ist ferngesteuert, unbewusst, im Hamsterrad und er fühlt sich wohl dabei. Er staffiert sein kleines eingegrenztes sinnfreies Dasein mit Plastikmüll, Elektroschrott, verblödenden Spielzeugen, Autos, Luxusgüter und Urlauben aus, weil in seiner fremdbestimmten Existenz sonst völlige Leere vorherrschen würde.

Seine Vorbilder sind nicht etwa die gescheiterten Helden und Rebellen die ihren Wohlstand und ihr Leben für Frieden, Freiheit oder Menschenrechte opferten. Nein, denen strebt der Konsument nach, die unsere Welt einzig und allein als Ressource betrachten und sie gnadenlos, aus reiner Profitgier ausbeuten und sich mit mordsüchtiger Geilheit im Fleisch der Ärmsten verbeissen, um sich mit diesem Blutgeld ein großes Stück Freiheit zu erbeuten.

Ein kleines Stück Schweiz mit Panoramablick in die Berge, weit weg vom Elend der Slums und der dritten Welt, dem Gift und dem Wahnsinn.

Wir müssen unser Leben selbst aus dem Dreck reissen. Ohne Ausreden. Es genügt nicht sich zu verdingen, von der selbstzerstörerischer Arbeit nach Hause, mit dem Fluchtmittel Alkohol ins nächste Delirium.

Wenn wir uns nicht selbst helfen wird es niemand tun. Dein Körper ist Tempel Gottes. Sieh dich an! Gefällt dir was du siehst? Erkennst du deinen Schwächen? Arbeite dran! Mit deiner ganzen Kraft! Transformiere! Werde aktiv! Friss keinen Müll! Denk nach!

                                             DU BIST DER MOTOR DER WELT.






Sonntag, 8. Dezember 2013

Anfängergeist

Der Anfängergeist ist eine Haltung geistiger Offenheit und Frische. 

Mit dieser Einstellung kann man sich vor starren, eingefahrenen Sichtweisen und Verhalten schützen. Diese Zen-Weisheit ist, übertragen auf Training und Ernährung, von großen Nutzen.

Es gibt nichts anderes als Details. Kleinigkeiten sind nicht klein. Training und Ernährungskonzepte müssen ständig abgeändert werden, weil das Leben immer wieder unvorhersehbare Wendungen nimmt und niemand in allen Einzelheiten voraussehen kann, was die Zukunft mit sich bringen wird.
Ein Konzept, das sich nicht so eingehend wie möglich mit den Details befasst, ist wertlos.

Sei bereit zu experimentieren. Echte Weisheit zielt auf die Auflösung unserer erworbenen Verhaltensmustern, damit wir lernen, Lösungen zu finden, die der konkreten Situation entsprechen.

Die "geheime Zutat" die die Zen-Buddhisten Samu (Arbeitspraxis) nennen, bei der keine Energie für andere Gedanken verschwendet werden als auf die zu verrichtende Arbeit. Die größte Konzentration auf das Tun im Jetzt.

Wenn man auf diese Art und Weise sein Training bestreitet, wird sich mit Sicherheit der persönliche Erfolg einstellen.